Osaka Highlights im Sabbatical: Zwischen Shinkansen, Dotonbori und leuchtenden Nächten 🇯🇵

Ich im Dotonbori Viertel

Nach unseren intensiven ersten Tagen in Tokio ging es am 8. Oktober 2025 weiter nach Osaka. Schon die Zugfahrt dorthin war ein Erlebnis für sich und gleichzeitig der Auftakt für einen neuen Abschnitt unserer Japan-Reise.

Osaka fühlte sich für uns direkt etwas anders an als Tokio. Wir empfanden es als ein wenig lockerer, deutlich kulinarischer, stellenweise dann doch wilder und gleichzeitig auf seine eigene Art sehr entspannt. Zwischen Neonlichtern, Tempeln, Aussichtspunkten, Streetfood und besonderen Zufällen hat uns die Stadt schnell in ihren Bann gezogen. ☺️

Mit dem Shinkansen von Tokio nach Osaka 🚄

Am 8. Oktober ging es mit dem Shinkansen von Tokio nach Osaka. Wir fuhren mit dem N700 Supreme Nozomi, der für die rund 515 km gerade einmal 2 Std. und 23 Min. brauchte. Und natürlich war alles genau so, wie man es sich bei Japan vorstellt. Wir sind waren pünktlich auf die Minute angekommen, alles war blitzsauber, perfekt organisiert und komplett entspannt. 🇯🇵✨

Allein das Bahnfahren war schon beeindruckend. Vom Bahnsteig über die Beschilderung bis hin zu den Sitznummern war alles so klar strukturiert, dass man sich wirklich fragt, warum das anderswo nicht genauso funktioniert. Da kann sich die Deutsche Bahn definitiv eine Scheibe abschneiden. 😄

Das Highlight der Fahrt war aber ganz klar der Blick auf den Mount Fuji. Während der Zug bzw. Shinkansen ruhig und schnell durch die Landschaft glitt, zeigte sich der berühmte Berg tatsächlich am Horizont. Dieser Moment war für uns etwas ganz Besonderes und definitiv einer der unvergesslichen Augenblicke auf unserer Reise. 🗻
Was wir zu dem Zeitpunkt aber nicht wussten, dass wir irgendwann in unserem Sabbatical zum Mount Fuji zurückkehren werden. ☺️

Ankunft in Osaka und erster Abend in Dotonbori 🍜

In Osaka angekommen, bezogen wir zunächst unser Apartment im Bijou Suites Lieto APM. Nach Tokio war es schön, erstmal kurz anzukommen und sich auf die neue Stadt einzustellen. 🏠
Nachdem wir uns allmählich im Apartment zurecht gefunden hatten, kam schon das erste Drama im Sabbatical auf. Alina war der Meinung sie hätte ihren Führerschein verloren. Dieser war nirgends zu finden und die ersten Mails an das zuletzt besuchte Hotel in Tokio sowie an die offizielle Meldestelle für Fundsachen bei der „Central Japan Railway Company“ waren bereits versandt. Doch glücklicherweise befand er sich in einer der Jackentasche von ihr. 😮‍💨

Die Emotionen wurden gesammelt und danach zog es uns direkt in eine kleine Konditorei, geführt von einer herzlichen japanischen Omi 👵, die ihre Kuchen mit viel Liebe backte. Die Auswahl war zwar klein, aber geschmacklich mega lecker. Wir wussten direkt, hier kommen wir nochmal hin. 🍰✨

Am Abend liefen wir dann zu Fuß Richtung Dotonbori, wohl die bekannteste Flaniermeile Osakas. Und dort war sofort klar, dass Osaka nochmal ein ganz eigenes Energielevel hat. Riesige Leuchtreklamen, unzählige Streetfood-Stände, Menschenmengen und mittendrin das berühmte Glico-Schild bzw.
Glico-Man, dass typische Bild, das man mit Osaka verbindet.

Zwischendurch probierten wir süße Reis-Dumplings mit Karamellsauce. Diese waren warm, klebrig und überraschend lecker. 😄
Zum Abschluss gab es bei Kamukura Midosuji Store noch eine kräftige Schüssel Ramen mit Gyoza und damit war der erste Abend in Osaka kulinarisch direkt ein voller Erfolg. 🥟😋

Expo 2025 Osaka – ein Blick in die Zukunft 🌍

Am 9. Oktober stand mit der Expo 2025 Osaka direkt eines der großen Highlights unseres Aufenthalts an. Beeindruckend war die Expo auf jeden Fall, aber auch ziemlich voll teils echt überlaufen. Viele Pavillons, wie der amerikanische oder österreichische Pavillon, waren stark besucht, und entsprechend lang waren die Warteschlangen. 😅

Wir besuchten unter anderem die Pavillons von Qatar, Litauen und Lettland, den nordischen Staaten, Deutschland, Kambodscha, Peru, Mosambik und Österreich. 🌎
Gerade diese Vielfalt machte den Tag spannend, weil jedes Land sich auf seine ganz eigene Weise präsentierte. Mal ging es mehr um technologischen Fortschritt, mal kulturell, mal futuristisch und mal bodenständig.

Etwas enttäuscht waren wir allerdings vom Deutschland-Pavillon. Im Vergleich zu anderen Ländern wirkte der Auftritt auf uns recht stark politisch gefärbt und weniger inspirierend. Während viele andere Nationen Lust darauf machten, ihre Kultur zu erleben und ihr Land zu entdecken, blieb bei Deutschland eher ein sachlich-aktivistischer Eindruck zurück. ♻️🇩🇪😂

Ein kleines, lustiges Highlight auf der Expo in Osaka…

Ein echtes Highlight war dagegen ein futuristisch wirkendes 3D-gedrucktes Bauwerk, das wie eine kleine Zwiebelhöhle aussah. Innen war es überraschend ruhig und angenehm kühl, quasi wie ein kleiner Gegenpol zum Trubel der Expo. 🧘‍♂️🧅

Am Abend wurde die Stimmung dann nochmal richtig besonders. Es gab eine Drohnenshow, ein großes Feuerwerk, viele beleuchtete Pavillons und überall das auffällige Expo-Maskottchen Myaku-Myaku. Das hatte schon etwas sehr Eigenes und gleichzeitig Beeindruckendes. 🎇✨

Kulinarisch lösten wir es tatsächlich sehr pragmatisch. Auf dem Expo Gelände gab es einen FamilyMart. Hier waren wir eingekehrt, anstatt in den viel zu überteuerten Foodtrucks. Ehrlich gesagt war das nicht nur günstiger, sondern auch überraschend gut. 🍱☕
Und dann gab es da noch diese Wurst am Stiel. Geschmacklich ein Volltreffer, aber Wurst am Stiel bleibt trotzdem irgendwie absurd. 😂🌭

Auch die Rückfahrt über die Yumeshima Station zeigte wieder, was Japan im Alltag alles so richtig macht. Trotz der riesigen Menschenmassen auf dem und rund um das Expo Messegelände, lief trotzdem alles pünktlich ab und war bestens durchorganisiert und strukturiert.

Osaka Castle und kulinarische Zufälle 🏯

Am 10. Oktober ließen wir es dann ruhiger angehen. Auf dem Programm stand das Osaka Castle, das schon von außen richtig Eindruck macht. Die gesamte Anlage wirkt sehr weitläufig und beeindruckend und auch wenn wir an diesem Tag insgesamt etwas entspannter unterwegs waren, war das Schloss auf jeden Fall ein lohnender Programmpunkt.

Abends wollten wir eigentlich Yakiniku essen, also japanisches Grillen direkt am Tisch. Stattdessen landeten wir versehentlich im Rotlichtviertel Matsushima Shinchi. 😅
Das angepeilte Restaurant hatte dann leider auch noch geschlossen, aber am Ende wurde aus dem kleinen Umweg trotzdem eine gute Geschichte mit richtig guter Bockwurst, diesmal aber ohne Stiel. 😂🌭

Amerikamura, Namba Yasaka und Sumiyoshi-Taisha ⛩️

Am 11. Oktober begann der Tag im Viertel Amerikamura, dem kreativen Herzen Osakas. Streetart, Vintage-Läden, Graffitis und bunte Fassaden prägten das Bild und sind uns in guter Erinnerung geblieben. Man merkt dort schnell, dass Osaka seinen ganz eigenen urbanen Stil hat, hier war es etwas rauer, individueller und kreativer als andere Stadtteile. Ich fand dort sogar ein cooles T-Shirt mit Ronald McDonald und Surfboard drauf. 👕

Danach ging es für uns weiter nach Dotonbori, diesmal aber bei Tageslicht. Den berühmten Glico-Läufer einmal tagsüber zu sehen, war auch nochmal etwas anderes als am Abend. 🏃‍♂️💡

Anschließend besuchten wir den Namba Yasaka-Schrein, der vor allem durch seinen riesigen Löwenkopf beeindruckt. Dieser soll böse Geister vertreiben und allein optisch war der Schrein mitten in der Großstadt ein echtes Highlight für uns. 🦁✨

Später ging es weiter zum Sumiyoshi-Taisha-Schrein, einem der ältesten und beeindruckendsten Schreine Japans. Besonders die rote Brücke und die friedliche Grünanlage blieben uns dort in Erinnerung. 🌿🌉

Ein besonderes Highlight war das Steine-Sammelritual. Wir fanden tatsächlich alle drei Steine mit den Schriftzeichen Go, Dai und Riki, die zusammen für innere Stärke, Gesundheit und die Erfüllung von Wünschen stehen. 🪨✨
Dazu kam ein wunderschön gestalteter Goshuin-Stempel.🏮📜

Direkt gegenüber legten wir anschließend noch eine Pause in einem Café ein. Für Gerrit gab es einen Latte macchiato, einen Melon Soda für Alina, dazu ein Stück Schokokuchen und ein Stück New York Cheesecake. 🍰☕
Zum Abschluss nahmen wir noch Mochis mit, einmal mit Schokolade und einmal mit weißer Creme. 🤩

Osaka von oben und bei Nacht 🌅

Am Nachmittag ging es auf das Harukas 300 Observatory, das höchste Gebäude Japans außerhalb Tokios. Und die Aussicht von dort war perfekt. Schon tagsüber hatte man einen tollen Blick über Osaka, doch mit Einbruch der Dunkelheit verwandelte sich die Stadt in ein riesiges Lichtermeer. 🌇✨

Im nahegelegenen Expo-Shop konnte ich nicht widerstehen und habe mir noch eine kleine Myaku-Myaku-Figur als Erinnerung mitgenommen. 🌀

Abends schlenderten wir dann noch durch das Viertel rund um den Tsūtenkaku-Tower. Erneut Neonlichter ohne Ende, erneut viele Menschen und erneut dieses besondere Großstadtgefühl, das Osaka auf seine eigene Art ausstrahlt. 😅

Den Tag rundeten wir mit einem Abendessen bei Matsuya Tsūtenkaku ab. 🍛🥢

Unser Fazit zu Osaka ✨

Osaka hat uns vor allem durch seine besondere Mischung aus Energie, Kulinarik und Erlebnissen begeistert. Während Dotonbori mit seinen Leuchtreklamen, Neonschildern, Streetfood-Ständen und dem typischen Großstadttrubel sofort dieses unverwechselbare Osaka-Gefühl vermittelt hat, zeigte die Expo 2025 noch einmal eine ganz andere Seite der Stadt. Auf uns wirkte es sehr modern, international und voller Zukunftsvisionen.

Dazu kam mit dem Osaka Castle einer der klassischen und eindrucksvollsten Orte der Stadt, der nochmal einen ganz anderen Kontrast zu den bunten und lauten Vierteln geschaffen hat.

Ein weiteres echtes Highlight war für uns das Harukas 300 Observatory. Die Aussicht von dort oben war absolut lohnenswert und hat Osaka nochmal aus einer ganz anderen Perspektive gezeigt, besonders zum Abend hin, wenn sich die Stadt langsam in ein riesiges Lichtermeer verwandelt. 🌇

Genau diese Mischung aus Tradition, modernem Stadtbild und besonderen Einzelmomenten hat Osaka für uns so spannend gemacht.

Auch kleinere Erlebnisse wie der Besuch von Schreinen, spontane Essensstopps oder das Sammeln von Stempeln haben den Aufenthalt nochmal besonderer gemacht. Insgesamt war Osaka für uns eine Stadt, die nicht nur viel zu bieten hat, sondern vor allem durch ihre lebendige und gleichzeitig angenehm lockere Atmosphäre in Erinnerung bleibt.

Beim nächsten mal werden wir auch sicherlich noch die Super Nintendo World besuchen. Aufgrund der parallel stattfindenden Expo wären dort einfach zu viele Menschenmassen gewesen und das macht am Ende des Tages dann nicht ganz so viel Spaß. Ein Grund in Zukunft wieder nach Osaka zu kommen! 😊

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👉 Tokio Highlights: Tempel, Skyline und Neonlichter in unseren ersten Tagen 🇯🇵
👉 Von Lübeck über Hamburg und Dubai nach Tokio – Der Start unseres Sabbaticals ✈️🇯🇵

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