Nach Osaka und dem Tagesausflug nach Nara ging es für uns am 13. Oktober 2025 weiter nach Kyoto. Schon bei der Ankunft haben wir gemerkt, dass diese Stadt nochmal eine ganz eigene Atmosphäre hat. Kyoto fühlte sich deutlich traditioneller, ruhiger und an vielen Stellen auch etwas eleganter an als Osaka, ohne dabei langweilig zu wirken.
Zwischen Tempeln, Schreinen, kleinen Gassen, Aussichtspunkten, Cafés und richtig schönen Abendstimmungen hat sich Kyoto für uns besonders angefühlt. Für uns war es einer dieser Orte an denen man einfach gerne durch die Straßen und Gassen läuft und ständig das Gefühl hat, dass hinter der nächsten Ecke schon wieder etwas Sehenswertes wartet.
Ankunft in Kyoto und erster Tag zwischen Burg und Markt 🏯
Nach der Fahrt von Osaka nach Kyoto mit dem frisch aktivierten JR Rail Pass konnten wir im Shizutetsu Hotel Prezio Kyoto Shijo noch nicht direkt einchecken. Also sind wir erstmal unser Gepäck losgeworden und dann direkt rein ins Sightseeing. 🚄
Unser erster Stopp war die Burg Nijō, die einst Residenz der Shogune – ein japanischer Militärtitel für Anführer aus dem Kriegeradel der Samurai – war.
Schon beim Betreten merkt man, dass dieser Ort geschichtlich eine ganz besondere Bedeutung hat. Die gepflegten Gärten, die weiten Flächen und die ruhige Atmosphäre machten den Besuch für uns absolut lohnenswert. 🌿
Wer Zeit hat und Kyoto besucht, sollte diese Burg unbedingt einmal von innen gesehen haben.
Danach ging es für uns weiter zum Nishiki-Markt, der in Kyoto ein echtes Highlight ist, wenn man Lust auf Essen, kleine Probierstände und ein bisschen Trubel hat. Dort haben wir uns durch verschiedene Dinge probiert… von Takoyaki bis hin zu süßen Crêpes mit Eis. 🍡🍦
By the way: Takoyaki sind kleine, runde Teigbällchen, traditionell gefüllt mit Oktopus, außen knusprig, innen weich.
Mitten im Markt entdeckten wir dann noch den kleinen Nishiki Tenmangu Schrein, der sich fast ein bisschen versteckt zwischen all den Ständen und Menschen befindet. Genau solche verrückten Kontraste machen Japan für uns immer wieder spannend. Auf der einen Seite der ganze Trubel und auf der anderen plötzlich wieder ein kleiner ruhiger Ort mitten im Geschehen.
Yasaka Pagode, Kiyomizu-dera und ein Abend in der Altstadt 🌄
Am Nachmittag führte uns unser Weg zur berühmten Yasaka Pagode bzw. zum Hōkan-ji Tempel. Schon diese Umgebung von Kyoto hat unglaublich viel Charme. Hier gibt es viele kleine Gassen, traditionelle Häuser und immer wieder diese besonderen Momente, die Kyoto so einzigartig machen.
Von dort aus ging es weiter hinauf zum Kiyomizu-dera Tempel. Und dort wartete eines der schönsten Highlights des Tages auf uns. Ein spektakulärer Sonnenuntergang über Kyoto. 🌄✨
Die Kombination aus Aussicht, Tempelanlage und Lichtstimmung war wirklich besonders und bleibt uns für immer in Erinnerung. Ein absolutes MUSS, wenn man in Kyoto ist.
Später am Abend holten wir uns noch einen schnellen Snack im FamilyMart und schlenderten danach erneut durch die Sannenzaka. Das ist diese berühmte, kopfsteingepflasterte Fußgängerzone im historischen Viertel Higashiyama in Kyoto. Diese hatten wir schon vor dem Sonnenuntergang besucht gehabt.
Das Ganze ohne viele Touristen, mit warmem Laternenlicht und den ruhigen Gassen wirkte dieser Teil fast noch schöner als tagsüber. 🏮
Also unbedingt zu späterer Stunde erneut hier die Urlaubszeit genießen und staunen.
Fushimi Inari – die berühmten Tausend Torii ⛩️
Am 14. Oktober ging es morgens früh zur Inari Station, denn auf dem Plan stand der bekannte Rundweg am Fushimi Inari-Taisha. Der Schrein mit seinen unzähligen roten Torii-Toren ist eines der bekanntesten Bilder und Postkartenmotive Japans. Genau deshalb wollten wir und mussten wir möglichst früh da sein. 😁
Gegen 9 Uhr morgens war es zwar schon recht voll, aber davon ließen wir uns nicht abschrecken. Die vielen roten Tore, die sich scheinbar endlos aneinanderreihen, machen den Weg dort wirklich beeindruckend. ⛩️⛩️
Für einen ziemlich unerwarteten Moment sorgte dann ein lustiger Zufall.
Unterwegs trafen wir tatsächlich den CEO von Hitschies, Philip Hitschler-Becker. So ein Moment ist natürlich komplett random, aber genau deshalb bleibt er umso mehr im Kopf. 😅
Wir sind mit ihm bewusst nicht ins Gespräch gegangen, er braucht ja schließlich auch mal Urlaub.
Besonders schön war für uns außerdem die Begegnung mit vier japanischen Mädchen in Kimonos. Wir machten gegenseitig Fotos voneinander, kamen kurz ins Gespräch und hatten einen richtig netten, spontanen Austausch. Genau solche kleinen Begegnungen machen Reisen oft besonders. 📸👘
Arashiyama Bambuswald mit Affen 🐒🎋
Nach dem Vormittag am Fushimi Inari ging es quer durch Kyoto einmal komplett auf die andere Stadtseite weiter nach Arashiyama. Dort stand zuerst der Iwatayama Monkey Park auf dem Programm. Der Aufstieg war zwar etwas anstrengender, wurde aber mit einer tollen Aussicht über Kyoto und den frei laufenden Affen mehr als belohnt. 🐒🌄
Danach ging es weiter in den berühmten Arashiyama Bamboo Forest. Auch wenn man diesen Ort schon oft auf Bildern gesehen hat, ist es trotzdem nochmal etwas anderes, selbst dort durchzulaufen. Dieses hohe Meer aus Bambus hat einfach eine ganz eigene Wirkung und man könnte meinen hier wachsen und stehen ganz viele Metallrohre – laut Alinas Mutter.🎋😁
Anschließend schlenderten wir noch durch die kleinen Straßen von Arashiyama, bevor wir erschöpft, aber sehr happy den Rückweg antraten. Zum Abschluss gab es dann ein einfaches, aber leckeres Abendessen bei Matsuya Shijo Karasuma Shop. 🍛
Philosophenweg, Ginkaku-ji Tempel und Gion-Charme 🌸
Am 15. Oktober begann der Tag ein wenig bewölkt, später kam aber zum Glück noch die Sonne raus. Und vor allem war es nicht ganz so heiß wie an den Tagen davor. ☀️
Direkt um die Ecke vom Hotel entdeckten wir spontan die Bäckerei Croix-Rousse mit vielen Leckereien und vor allem richtig anständigem Brot, was Alina als Brotfreundin natürlich direkt gefreut hat. 🥖🍞🥯
Danach liefen wir den Philosophenweg von Süd nach Nord. Dieser ist echt schön gelegen, vor allem ruhig und entlang eines kleinen Kanals war das einer der entspanntesten Abschnitte für uns in Kyoto.
Anschließend besuchten wir den Ginkaku-ji, den Silbernen Pavillon, und auf dem Rückweg noch den Nanzen-ji Tempel mit seinem beeindruckenden Aquädukt (Wasserleitung). Dieser Mix aus Natur, Tempeln und kleinen Wegen machte diesen Tag richtig entspannend.
Später zog es uns dann weiter zu Louiz Coffee, allerdings nicht ohne unterwegs noch einen weiteren spontanen Stopp an einer Bäckerei einzulegen, die auf Mochi-Produkte spezialisiert war. Auch dort mussten wir natürlich wieder etwas probieren. 😋
Im Café angekommen, gab es für Gerrit einen Iced Latte, für Alina Cranberry-Saft und dazu Zimt-Churros.
Auf dem Weg dorthin kamen wir außerdem noch am großen Heian-Jingū Torii vorbei, das ebenfalls ganz gut Eindruck gemacht hat.
Nach der Café-Pause spazierten wir noch durch die Gassen von Gion und die Pontocho Alley. Dort fanden wir auch Kartenhalter für unsere JR- und Suica-Pässe, ein kleines Reise-Detail, das am Ende aber richtig praktisch ist. 🎴
Den Kartenhalter kauften wir uns in einen der 100 Yen-Stores. Die liebe Tessa mit ihrem Japan Blog „Wanderweib“ hatte uns vor dem Start in Japan und des Sabbaticals darauf aufmerksam gemacht.
Zum Abschluss des Tages landeten wir bei Issen Yoshoku in Gion. Dort gibt es im Grunde nur ein Gericht: Eine Kyoto-Variante von Okonomiyaki. Das Gericht war wirklich sättigend und ein bisschen skurril. Das Restaurant ist aber mindestens genauso speziell wie das Essen. Es ist komplett retro eingerichtet, bunt, etwas chaotisch und mit Schaufensterpuppen zwischen den Gästen. Wer das Ambiente mag und Lust auf Okonomiyaki hat kommt definitiv aus seine Kosten. 🌆
Unser Fazit zu Kyoto ✨
Kyoto war für uns eine Stadt, die man nicht einfach nur „abhaken“ sollte. Viele der von uns besuchten Orte wirken erst richtig, wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt, durch die Gassen läuft, stehen bleibt und die Atmosphäre auf sich wirken lässt. Gerade nach Tokio und Osaka hatte Kyoto für uns nochmal einen ganz anderen und nochmal viel traditionelleren Charakter.
Was uns besonders gefallen hat, war diese Mischung aus alten Tempeln, kleinen Straßen, traditionellen Vierteln und ruhigen Momenten zwischendurch. Natürlich gibt es in Kyoto viele bekannte Highlights wie den Fushimi Inari-Taisha, den Kiyomizu-dera oder Arashiyama. Aber für uns waren es nicht nur die großen Sehenswürdigkeiten, sondern auch die Wege dazwischen, die Cafés, die Bäckereien, die Abendstimmung in den Gassen und diese vielen kleinen Zufälle unterwegs.😊
Der Sonnenuntergang am Kiyomizu-dera war sicher einer der schönsten Momente in Kyoto. Auch der Spaziergang durch die Sannenzaka am Abend, als es deutlich ruhiger wurde und die Laternen die Gassen beleuchteten, ist uns besonders im Kopf geblieben. Genau in solchen Momenten versteht man, warum Kyoto für viele Menschen so eine besondere Stadt ist.
Kleiner Tipp für dich…
Gleichzeitig muss man auch sagen, dass Kyoto extrem beliebt bei Einheimischen als auch Touristen ist und das merkt man (leider). An bekannten Orten wie Fushimi Inari oder Arashiyama ist man selten allein gewesen. Trotzdem fanden wir, dass sich die Besuche gelohnt haben. Wenn man früh startet, etwas Geduld mitbringt und nicht erwartet, jeden Ort für sich allein zu haben, kann man in Kyoto unglaublich viel mitnehmen und erleben. Ein kleiner und wirklich nett gemeinter Tipp von mir: Besuche unbedingt die Highlights am späten Abend nach 19 Uhr, wenn die Sonne untergegangen ist. Dann hat man die Orte wirklich was für sich allein.😉
Für uns war Kyoto am Ende weniger eine Stadt der großen Überraschungen, sondern eher eine Stadt der Stimmung und wunderbarer Atmosphäre. Nicht jeder einzelne Ort war spektakulär, aber zusammen ergab alles ein sehr rundes Bild. Kultur, Geschichte, gutes Essen, schöne Gassen, Natur und viele kleine Eindrücke, die man erst später richtig einordnet.
Wenn man Japan besucht, sollte Kyoto unserer Meinung nach definitiv auf der Route stehen. Nicht, weil dort alles perfekt oder geheim ist, sondern weil man dort eine Seite von Japan erlebt, die sich nochmal deutlich anders anfühlt als Tokio oder Osaka.
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👉 Nara als Tagesausflug: Hirsche, Tempel und Croissant-Waffeln 🦌🇯🇵
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👉 Tokio Highlights: Tempel, Skyline und Neonlichter in unseren ersten Tagen 🇯🇵
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